spyder’s „Papa“blog

Ein Jahr „Papa allein zu Hause“ mit drei Kindern

Wer hätte das gedacht? 24 Juni 2009

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 10:50
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… dass die beiden Katzen, also eigentlich die Katze und der Kater, uns innerhalb von einer Woche dermaßen ans Herz wachsen, dass ich mir schon jetzt kaum vorstellen kann, wie es vorher ohne die beiden war.

In der Früh bereits geht’s uns allen gleich – ich denke gleich an die Katzen, dass sie Futter, frisches Wasser und etwas Auslauf (wir haben noch kein Katzentürl) brauchen. Und die Kinder ebenso; besonders der Mittlere, der stürzt sich auf die beiden, zum Teil so, dass wir die Katzen vor ihm schützen müssen, denn wer wird schon gerne so gedrückt, dass er/sie kaum noch Luft kriegt, oder in der Bettbank eingesperrt wird??!! Die Katzen haben aber schon einen idealen Fluchtpunkt gefunden: das Eckkastl in der Küche, denn das ist unten offen. Ich hab’s schon zukleben probiert, aber die Katzen sind viel, viel geschickter!!!

Ich genieße es, dass unsere Kinder jetzt weniger an uns „kleben“ und mehr an unseren neuen MitbewohnerInnen, den Katzen.

Leider ist das Wetter so schlecht, dass sie kaum hinausgehen mögen. Aber ihre Mäuse müssen sie wohl selber fangen – und das bei jedem Wetter!!!

 

Ich gestehe 28 Januar 2009

Gespeichert unter: Gedankensplitter, Nacht, Väterkarenz — spyder3 @ 10:17
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Ja, ich gestehe, ich wurde gewarnt, von einigen lieben Freunden, dass das Leben mit Kindern einfach radikal anders ist, dass es mit jedem Kind mehr anstrengender wird … Damals habe ich es gehört, aber verstanden? Ich habe immer wieder gerne auf andere Kinder aufgepasst, mit ihnen ein paar gemütliche Stunden lang die Welt durch Kinderaugen angesehen, dem Spielerischen freien Lauf gelassen. Und dann so „blöde“ Sprüche wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“. Wir haben uns riesig gefreut auf Kinder, waren bei jeder Geburt mit Begeisterung dabei.

Aber wenn dann wieder drei Nächte hintereinander alle Kinder „Wandertag“ haben und eine Stunde vor dem Wecker die Kleinste ganz sicher ist, dass es Zeit zum Aufstehen ist, und sie dann auch wieder ihr übliches Morgenprogramm abspult, dann denkt man schon mal wehmütig an die Zeit zurück, wo wir noch zu zweit gemütlich im Bett liegen bleiben konnten und uns anschließend ein gemütliches Frühstück gerichtet haben.

Und was erst, wenn der Spruch stimmt: „Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen.“ Da macht es einem doch glatt Mut, wenn die Nachbarin, deren Kinder etwas größer sind, sagt: „Es wird immer leichter, wirst schon sehen!“

Und eines weiß ich ja von mir: Solange ich zu meinem Schlaf komme, ist der kommende Tag schon gerettet! Also, in Vorfreude auf wieder durchschlafene Nächte …

 

Segel auf Halbmast 10 November 2008

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 8:43
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In den letzten Tagen hat sich in wenig Schreibmüdigkeit eingestellt – alle, die täglich mal reinschauten, haben das sicherlich gemerkt. Zum einen ist momentan einfach viel los (Martinifeiern, andere Veranstaltungen, dass die Kinder krank waren etc.) und zum anderen fordern die drei ganz schön, sodass ich am Abend ziemlich müde bin und sich keine besonders kreativen Gedanken mehr auftun.

Bin froh, wenn der Alltag halbwegs läuft und genügend Zeit zum Schlafen übrigbleibt.

Habe heute einen schönen Spruch geschenkt bekommen (Danke!):

Bei Kindern braucht man

ein Gläschen voll Weisheit

ein Fass voll Klugheit und

ein Meer voll Geduld

(Franz von Sales)

wie wahr, wie wahr …

 

Verwurzelung 25 September 2008

Gespeichert unter: Gedankensplitter — spyder3 @ 9:01
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Öfters wurde/werde ich gefragt: „Was bedeutete für dich die größte Umstellung: das erste Kind, die Veränderung von eins auf zwei oder von zwei auf drei Kinder?“

Schnell geantwortet war für mich die Veränderungen mit der Geburt unseres ersten Kindes am stärksten. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass es etwas in meinem Leben gibt, was nicht einfach 10 Minuten (oder 5 oder 3!!) warten kann. Heute mit dem Handy: „Komme eine Viertelstunde später“ oder wenn etwas im Kühlschrank fehlt, hat zumindest die nächste Tankstelle offen. Alles läßt sich organisieren; es gibt kein Angewiesensein auf jemanden oder etwas. Und dann kommt so ein kleiner Wutz daher und macht dir klar, dieses etwas, braucht dich, wenn er dich braucht, sofort, jetzt und ganz!

Und ist nicht genau dieses Verantwortung übernehmen für jemanden/für etwas genau das, was das Leben ausmacht? Ich habe es damals als Lebensverwurzelung erlebt (und erlebe es noch jeden Tag), schon gar nach dem studentischem Leben, wo ich mein Leben ziemlich zur Gänze selbst bestimmen konnte.

Unser drittes Kind hat letztes Jahr schon noch einmal eine ordentliche Dynamik ins Familiengefüge gebracht und dennoch war der Schritt von 0 auf 1 Kind der größte für mich.

 

„Lob dem Manne“ 6 September 2008

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 8:22
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„Was, du gehst in Karenz? Das finde ich toll, ganz toll, das ist sicher eine große Bereicherung für die Kinder.“ Solche und ähnliche Sätze höre ich in letzter Zeit immer wieder. Natürlich höre ich das positive Echo gerne, nur hätte ich meiner Frau in den letzten sieben Jahren auch gewünscht, dass ihr nur annährend soviel Anerkennung und Wertschätzung zuteil geworden wäre. Welche Frau bekommt gesagt: „Toll, dass du bei den Kindern zu Hause bist!“

Aber es gibt auch Gegenteiliges. Ein Mann sagte allen Ernstes zu mir, als ich ihm von meiner Karenzabsicht erzählte: „Du weißt aber schon, dass du dann auch kochen , putzen und bügeln musst? Nun, da muss ich noch mit deiner Frau reden, denn das liegt wohl ihnen in den Genen, Kuchenbacken und so!“ Da fehlen einem schon die Worte, oder?

Oder neulich bei einer Berwanderung: „Mei, des is oba liab, dass de Papa (ich war mit einem anderen Karenzvater mit insg. 5 Kindern unterwegs) a amoi was mit de Kinda mochn. So wos, sollt’s vül öfters geb’n.“ Ist auch nicht gerade lustig, wie eine seltene Spezies im Zoo betrachtet und beurteilt zu werden …

 

Who’s who 27 August 2008

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 8:29
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Zunächst darf ich mal die „süßen“ drei Kleinen vorstellen: Der Älteste (bald 7 Jahre) beginnt in einer Woche mit der Schule; der Zweite (3,5 Jahre) beginnt mit dem Kindergarten und die Kleine (1 Jahr) ist zu Hause.

In der Mitte ist der Älteste, links davon der Mittlere und rechts die Kleine.

Der Mittlere hat’s mit dem Klogehen noch nicht so heraußen und hat heute mitten im Wohnzimmer sein „Geschäft“ verrichtet.

 

aufgeregt 26 August 2008

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 7:05
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bin etwas aufgeregt, wie’s wohl werden wird …

und auch schon gespannt, wie bzw. ob ich diesen blog weiterführen werde; vielleicht interessiert das ja auch keinen – oder doch?

 

Papa allein zu Hause 26 August 2008

Gespeichert unter: Väterkarenz — spyder3 @ 3:46
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Warum ich mich als blogger versuche? In 5 Tagen beginnt meine Väterkarenz mit meinen drei Kleinen und irgendwie bin ich schon gespannt, wie das so wird mit dem zu Hause sein, zumal wir in einem 3500-Seelen-Dorf wohnen und die nächste Stadt schon etwas entfernt ist.

Ganz so wohl fühle ich mich noch nicht in diesem öffentlichen Tagebuch, aber mal sehen …