spyder’s „Papa“blog

Ein Jahr „Papa allein zu Hause“ mit drei Kindern

Das Bügeleisen – diesmal kein Märchen 23 September 2008

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Unser Bügeleisen ist  schon etwas in die Jahre gekommen und hat – aufgrund der hohen Benutzerfrequenz wahrscheinlich – etwas Schmutz angelegt. Der tapfere Hausmann geht in das Spezialgeschäft und besorgt sich einen „Blitz-Bügler-Stift“. Dieser verspricht sofortige reinigende Wirkung. Aber …

   

Ich hab mich wirklich ganz genau an die (äußerst ausführliche) Bedienungsanleitung gehalten, 3x das gleiche versucht mit dem Resultat: das Bügeleisen sieht aus wie vorher?

Wie reinigt ihr euer Bügeleisen? Hilfe!!!!!!!

P.S.: Bald werde ich mich als Tester für Haushaltsgeräte zertifizieren lassen. Bisher hatten wir ja schon Kartoffelschäler, Spätzlereibe und Käsereibe im Test.

 

Tupperware sei Dank … 15 September 2008

… sind heute die Kässpätzle supergut geworden. Über Tupperware könnte ich ja einen eigenen blog schreiben, da ich ja fast militanter T.ware-Verweigerer bin, also dieser Partys, meine ich.

Aber diese Spätzlereibe  gehört ab sofort zu den top ten meiner Küchenwerkzeuge. Hingegen die T.ware Käsereibe  ist (für Spätzle-Käse) nicht zu gebrauchen. Ich hab gerieben und gerieben und gerieben … und musste dann erst alles per Hand aus der Reibe kletzeln. Kennt da wer ein brauchbareres Modell? Zum Nüsse reiben ist sie ganz ok. Den restlichen Käse habe ich dann per Hand gebröckelt. D.h. Tipp für Schnellköche: Kauf einen geriebenen Käse ;-)

Aber das Ergebnis war wirklich fein und wurde von allen gegessen – waren nämlich Vollkorndinkelspätzle mit Zwiebel, was ja nicht immer von den Kinderleins gutiert wird.

 

Und als Nachspeise gab’s Bananenmilch. Leider haben wir keine Katze, die hätte sich sonst sehr (über das Missgeschick des Mittleren) gefreut!!

 

Der Kartoffelschäler – ein Märchen 10 September 2008

 

E

s war einmal ein Junge, der machte sich mit 18 Jahren auf in die weite Welt. Und damit er für alle seine Abenteuer auch gut ausgerüstet ist, gab ihm seine Mutter einen Kartoffelschäler mit. Der Junge zog in eine große fremde Stadt, aber gemeinsam mit seinem Kartoffelschäler hatte er keine Angst. Und bereits am ersten Tag, als er Hunger bekam, kaufte er sich einen Sack Kartoffel, schälte diese, kochte und aß sie, sodass er nicht mehr hungerte – und der nächste Tag konnte kommen. So vergingen Tage und Jahre, um genau zu sein 20 Jahre. Der Kartoffelschäler ist zu seinem treuen Begleiter geworden und hat ihm schon viel Glück gebracht.

 

Doch eines Tages – inzwischen hatte er geheiratet und drei Kinder waren seiner Frau und ihm geschenkt – wollte er wieder einmal Kartoffel schälen und suchte den Schäler in der Lade, wo er ihn immer ganz sorgfältig und liebevoll aufbewahrte. Und er suchte … und suchte … „Wo ist mein geliebter Kartoffelschäler?“ entfuhr es ihm. Sicherlich, er war schon viele Jahre alt und er schnitt auch nicht mehr so besonders (um ehrlich zu sein: ohne fest drücken gar nicht mehr), aber er war der treueste Lebensgefährte des Jungen, äh Mannes. Er traute seinen Augen nicht. Konnte es sein, dass er ihn verlegt hatte, oder gar … dass ihn jemand weggegeben hatte?

Und plötzlich sah er ihn, diesen fiesen, aufdringlich gelben, neumodernen China-Nachbau von einem Kartoffelschäler, der sich da in der Lade breit machen wollte. Er nahm dieses gelbe Ding und – nur zum Sicherstellen, dass seine Wut berechtigt war – probierte er sofort damit eine Kartoffel zu schälen und: „Pah, ich hab’s gewusst, dieses Ding kommt mir nicht ins Haus!“ rief er wutentbrannt, packte seinen Rucksack und machte sich auf den Weg, um seinen geliebten Kartoffelschäler wiederzufinden. Und tatsächlich, im Geschäft des Ortes gab es genau dasselbe Fabrikat. Voller Freude probierte er es noch im Geschäft aus, aber zu seinem Entsetzen schälte dieser noch schlechter als das gelbe Ding. Traurig ging er nach Hause und wusste nicht, was er nun tun sollte. Tagelang lebte er ohne Kartoffelschäler, jeder Blick in die Lade machte ihn von Tag zu Tag trauriger. Nie hätte er gedacht, dass er auch nur einen Tag ohne seinem Glücksbringer durchs Leben wandern muss.

 

Nun, gestern musste er wieder einmal einkaufen. Und er fuhr diesmal zu einem anderen Geschäft. Ganz traurig sah er sich auch dort in der Ecke der Küchenutensilien um. Und da hing ein anderes Modell, ganz aus Metall, mit dem Namen „Fackelmann 3000“. Und wie in einer Eingebung schien ihm sein alter Freund einzuflüstern: „Nimm diesen, der wird dich zumindest trösten!“ Zu Hause nahm er sofort eine Kartoffel zur Hand und … es war zwar nicht sein geliebter alter Freund, aber er musste – wenn auch ungern – zugeben, dass er eindeutig besser seine Dienste verrichtete. Und so glitt er von Kartoffel zu Kartoffel und auch über ein paar Karotten und es fühlte sich im Herzen zumindest ein klein wenig leichter an.

 

   

 

 

Bild 1 (von links): so in etwa hat der „geliebte Kartoffelschäler“ ausgesehen, allerdings mit einem wunderbaren Holzgriff und natürlich viel, viel schöner

Bild 2: ohne Kommentar

Bild 3: Fackelmann3000 in Aktion

Bild 4: Fackelmann3000 in voller Größe

 

P.S.: Wenn ihr auch einen geliebten (oder verhassten) Kartoffelschäler habt, dann macht doch ein Foto und zeigt ihn uns.