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s war einmal ein Junge, der machte sich mit 18 Jahren auf in die weite Welt. Und damit er für alle seine Abenteuer auch gut ausgerüstet ist, gab ihm seine Mutter einen Kartoffelschäler mit. Der Junge zog in eine große fremde Stadt, aber gemeinsam mit seinem Kartoffelschäler hatte er keine Angst. Und bereits am ersten Tag, als er Hunger bekam, kaufte er sich einen Sack Kartoffel, schälte diese, kochte und aß sie, sodass er nicht mehr hungerte – und der nächste Tag konnte kommen. So vergingen Tage und Jahre, um genau zu sein 20 Jahre. Der Kartoffelschäler ist zu seinem treuen Begleiter geworden und hat ihm schon viel Glück gebracht.
Doch eines Tages – inzwischen hatte er geheiratet und drei Kinder waren seiner Frau und ihm geschenkt – wollte er wieder einmal Kartoffel schälen und suchte den Schäler in der Lade, wo er ihn immer ganz sorgfältig und liebevoll aufbewahrte. Und er suchte … und suchte … „Wo ist mein geliebter Kartoffelschäler?“ entfuhr es ihm. Sicherlich, er war schon viele Jahre alt und er schnitt auch nicht mehr so besonders (um ehrlich zu sein: ohne fest drücken gar nicht mehr), aber er war der treueste Lebensgefährte des Jungen, äh Mannes. Er traute seinen Augen nicht. Konnte es sein, dass er ihn verlegt hatte, oder gar … dass ihn jemand weggegeben hatte?
Und plötzlich sah er ihn, diesen fiesen, aufdringlich gelben, neumodernen China-Nachbau von einem Kartoffelschäler, der sich da in der Lade breit machen wollte. Er nahm dieses gelbe Ding und – nur zum Sicherstellen, dass seine Wut berechtigt war – probierte er sofort damit eine Kartoffel zu schälen und: „Pah, ich hab’s gewusst, dieses Ding kommt mir nicht ins Haus!“ rief er wutentbrannt, packte seinen Rucksack und machte sich auf den Weg, um seinen geliebten Kartoffelschäler wiederzufinden. Und tatsächlich, im Geschäft des Ortes gab es genau dasselbe Fabrikat. Voller Freude probierte er es noch im Geschäft aus, aber zu seinem Entsetzen schälte dieser noch schlechter als das gelbe Ding. Traurig ging er nach Hause und wusste nicht, was er nun tun sollte. Tagelang lebte er ohne Kartoffelschäler, jeder Blick in die Lade machte ihn von Tag zu Tag trauriger. Nie hätte er gedacht, dass er auch nur einen Tag ohne seinem Glücksbringer durchs Leben wandern muss.
Nun, gestern musste er wieder einmal einkaufen. Und er fuhr diesmal zu einem anderen Geschäft. Ganz traurig sah er sich auch dort in der Ecke der Küchenutensilien um. Und da hing ein anderes Modell, ganz aus Metall, mit dem Namen „Fackelmann 3000“. Und wie in einer Eingebung schien ihm sein alter Freund einzuflüstern: „Nimm diesen, der wird dich zumindest trösten!“ Zu Hause nahm er sofort eine Kartoffel zur Hand und … es war zwar nicht sein geliebter alter Freund, aber er musste – wenn auch ungern – zugeben, dass er eindeutig besser seine Dienste verrichtete. Und so glitt er von Kartoffel zu Kartoffel und auch über ein paar Karotten und es fühlte sich im Herzen zumindest ein klein wenig leichter an.
Bild 1 (von links): so in etwa hat der „geliebte Kartoffelschäler“ ausgesehen, allerdings mit einem wunderbaren Holzgriff und natürlich viel, viel schöner
Bild 2: ohne Kommentar
Bild 3: Fackelmann3000 in Aktion
Bild 4: Fackelmann3000 in voller Größe

Hallöchen alle,
mein Kartoffelschäler hatte heute Urlaub.
Gerne hätte ich euch ein Foto gezeigt, aber ich weiss nicht, wie man das uploaded.
Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!!!
Liebe Grüße …..
Hallo ihr,
unser Kartoffelschälermodell ist auch antiquarisch – und funktioniert super – Nachbaumodelle ausprobiert, weil Original im Urlaub zu Hause vergessen – kommen aber einfach nicht dran undgammeln nun in der Küchenlade vor sich hin.
Foto folgt.
Liebe Grüße,
Claudia
@ christine: ich glaub, das mit dem foto hochladen geht nicht per kommentar, aber schick mir ein foto (auch claudia) und ich mach das dann
)
[...] kleiner Nachtrag zu meinem neuen Kartoffelschäler: der schält auch Äpfel und Kren wunderbar – hab’ mich richtiggehend [...]